Baunscheidt-Therapie

    "Die Akupunktur des Westens."

    Die Mücken lehrten ihn das Geheimnis, auf welch einfache und natürliche Weise Krankheitsstoffe aus einem kranken Körper entfernt und abgeleitet wurden...

    Carl Baunscheidt (1809 - 1873; Erfinder der Brustmilchpumpe) kam über eigene Beschwerden zur Therapie: Baunscheidt litt an Gicht und als ihm eines Tages Mücken die Hände zerstachen, bemerkte er später "...dass seine Schmerzen wie weggeflogen..." waren.

    Da der studierte Naturwissenschaftler die Natur stets genau beobachtete, stellte er den Zusammenhang schnell her:

    Er ahmte also die Natur nach und entwickelte seinen weltberühmten "Lebenswecker" (eine Nadelrolle bzw. einen Nadelkopf, der die Haut mit vielen kleinen Nadelstichen versieht -> sieh Bild) - ein Instrument zum "...Erzeugen künstlicher Mückenstiche..." .

    Paracelsus (1493 - 1541): "Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren und wo sie dies nicht fertig bringt, dort mache ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus."

    Die "Öffnungen" in der Haut regen die Ausscheidung (Entgiftung) von Krankheitsstoffen an - einmal örtlich und auch ganzheitlich, das heißt auf den ganzen Körper bezogen.

    Die reflektorische Schmerzdämpfung funktioniert über heute der Wissenschaft bekannte reflektorische Zusammenhänge im gesamten Organismus.

    Anschließend wird eine spezielle Mixtur, das Baunscheidtöl, auf die Haut auftragen. Dieses Öl bewirkt eine Reizung der Haut. Die Haut rötet und erwärmt sich und bildet kleine Hautquaddeln.
                                                                                                                              

    Es kommt zur Entlastung und Entspannung des darunter liegenden Gewebes.
    Dadurch kommen Schlackestoffe zur Ausscheidung, heilende Reflexe werden ausgelöst, Abwehrkräfte mobilisiert und eine Überreizung des vegetativen Nervensystems wird beruhigt, die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt.

    Das Baunscheidt-Verfahren ist durch seine reflektorische Wirkung ebenfalls bei Funktionsstörungen innerer Organe angezeigt.

    Hippokrates (5./4. Jahrhundert vor Christus): "Bei äußerlich angewandten Reizmitteln richtet sich auch das Innere nach diesen Anwendungen. Alle äußeren Absonderungen, wie beispielsweise Fisteln, sind ein Heilmittel gegen andere (innere)Krankheiten.

    Anwendungsgebiete:

    Baunscheidt wandte seine Therapie oft bei Gicht, Rheumatismus und

    schweren Kreuzschmerzen oder Bandscheibenvorfällen an, aber auch bei

    Neuralgien, Hexenschuß, Lähmungserscheinungen und starken

    Gelenkschmerzen mit Beweglichkeitsverlust (z. B. eingefrorener Schulter).

     

    "Kein Reichtum geht über den

    Reichtum der Gesundheit und

    keine Freude über ein frohes Herz."

     

    Hufeland schrieb:

    "Wir müssen unsere Haut nicht bloß als einen gleichgültigen Mantel gegen Regen und Sonnenschein betrachten, sondern als eines unserer wichtigsten Organe unseres Körpers. Ohne dessen unaufhörliche Tätigkeit und Gangbarkeit weder Gesundheit noch langes Leben bestehen können. Die Haut ist das größte Reinigungsmittel unseres Körpers . Unaufhörlich verdunsten wir durch Millionen kleiner Gefäße auf eine unmerkbare Wiese eine Menge verdorbener, abgenutzter und verbrauchter Teile. Diese Absonderung ist mit unserem Leben und Blutumlauf unzertrennlich verbunden, und durch sie wird unserem Körper bei weitem der größte Teil alles Verdorbenen entzogen.“